PDF Version mit Grafiken und Anhang: Flugplatzreglement.pdf

 Gestützt auf Art.14, Abs.10 der MGZ-Statuten erlässt der Vorstand folgendes

1. Allgemeines

1.1 Geltungsbereich

1.1.1 Dieses Reglement gilt für alle Bereiche von flugfähigen Modelluftfahrzeugen wie Modellflugzeugen, Fluggeräten und anderen Flugkörpern, welche nicht für den Transport von Personen bestimmt sind und umfasst nur den in den Koordinaten angegebenen Lageort als Modellflugplatz Eglisau/Buchberg.

1.2 Fahrzeugordnung

1.2.1 Die Zu- und Wegfahrt zum und vom Modellflugplatz ist gemäss Anhang 1 strickte zu befolen.

1.2.2 Die Zu- und Wegfahrt zum und vom Modellflugplatz ist nur für das Bringen und Abholen von Modellflugzeugen, Modellflugzeugzubehör und Personen gestattet.

1.2.3 Nach dem Ausladen sind unverzüglich die zugewiesenen Autoabstellplätze zu benutzen. Stehen lassen von Fahrzeugen auf oder neben den Wald- und Flurwegen sowie auf dem Kulturland ist ausdrücklich verboten.

1.3 Informationspflicht

1.3.1 Öffentliche Modellfluganlässe sind jeweils vom Vorstand den Gemeinden Eglisau und Buchberg mitzuteilen und rechtzeitig allfällige Bewilligungen einzuholen.

1.3.2 Die Modellflugplatzanwohner sind vom Vorstand über stattfindende Anlässe frühzeitig zu informieren.

1.3.3 Besondere Vorkommnisse sind unverzüglich dem verantwortlichen Flugleiter, Flugplatzwart oder an einer Vereinsversammlung vorzubringen.

1.3.4 Bei einem Unfall mit Personenschaden ist unverzüglich die Polizei gemäss Anhang 2 aufzubieten sowie der Präsident oder ein anderes Mitglied des Vorstandes zu informieren, ausgenommen, die Parteien einigen sich auf ein anderes Vorgehen.

2. Flugbetrieb

2.1 Zulassungen

2.1.1 Es sind die vom AeCS anerkannten Modellflugkategorien für den Modellflugsport sowie alle Modellflugzeuge, Fluggeräte und andere Flugkörper im Rahmen der gesetzlichen und reglementarischen Grundlagen zugelassen.

2.2 Flugplatzordnung

2.2.1 Während der Modellflugsaison, die von April bis Oktober dauert, sind der Modellflugplatz und die dazugehörende Infrastruktur (Tische, Bänke, Behältnisse etc.) gemäss den Vorgaben des Platzwarts stets in Stand zu halten. Die Rasenpiste ist während der Modellflugsaison wöchentlich zu mähen.

2.2.3 Jeder Flugplatzbenutzer sorgt für Ordnung auf dem Modellflugplatz und für umweltgerechte Entsorgung von unbrauchbar gewordenem Material und Geräten.

2.2.4 Das Feuermachen auf und um den Modellflugplatz ist verboten, ausgenommen im Grill.

2.2.5 Modellflugzeuge, Flugkörper und andere Fluggeräte dürfen auf keinen Fall auf der Modellflugstart- und Landepiste stehen gelassen oder deponiert werden.

2.2.6 Die auf dem Modellflugplatz anwesenden Modellflugpiloten organisieren sich selbst, achten auf einen reibungslosen und unfallfreien Flugbetrieb und beachten die Luftraumrestriktionen.

2.3 Flugbetriebszeiten

2.3.1 Für Modellflugzeuge und andere Fluggeräte mit Verbrennungsmotoren und Turbinenantrieb:
Montag bis Samstag 08.00 Uhr bis 12.00 Uhr und ab 13.00 Uhr Sonntag erst ab 14.00 Uhr

2.3.2 Für Modellflugzeuge, Flugkörper und andere Fluggeräte mit Elektroantrieb:
Montag bis Samstag 08.00 Uhr bis 12.00 Uhr und ab 13.00 Uhr Sonntag 10.00 Uhr bis 12.00 Uhr und ab 13.00 Uhr

2.3.3 Der Vorstand kann bei Modellfluganlässen und in Sommermonaten Sonderregelungen erlassen.

2.4 Flugbetriebseinschränkungen

2.4.1 Die festgelegten Flugbetriebszeiten und allenfalls vom Vorstand temporär angeordneten Flugbetriebseinschränkungen sind unbedingt einzuhalten.

2.4.2 Wenn auf dem umliegenden Kulturland gearbeitet wird, oder Flugplatzarbeiten (Rasenmähen etc.) ausgeführt werden, ist der Flugbetrieb zu unterbrechen oder einzustellen.

2.4.3 Am Karfreitag, Ostersonntag, Pfingstsonntag, Eidg. Bettag und erster Weihnachtstag ist der Flugbetrieb generell verboten.

2.4.4 Anlässe an Sonntagen dürfen nur mit spezieller Bewilligung durch die Behörde durchgeführt werden.

2.5 Funkleitsysteme (RC-Fernsteuerungen)

2.5.1 Die auf dem Modellflugplatz anwesenden Modellflugpiloten führen die Frequenzkontrolle durch. Wenn mehr als drei Modellflugpiloten die gültigen Frequenzbänder, ausser den 2,4 GHz-bänder benutzen, muss die Frequenztafel aufgestellt werden.

2.5.2 Bei allen organisierten Fluganlässen ist aus Sicherheitsgründen ein Senderdepot für sämtliche RC-Fernsteuerungen einzurichten. Gilt nicht für 2,4 GHz.

2.5.3 Auf dem Modellflugplatz dürfen nur Fernsteuersysteme (RC-Fernsteuersender) zum Einsatz kommen, die den geltenden BAKOM- Bestimmungen bzw. den zugeteilten Frequenzen entsprechen.

2.6 Flugvorbereitung

2.6.1 Der Start eines Modellflugzeuges, Flugkörpers und anderem Fluggerät muss seriös vorbereitet werden und jeder Modellflugpilot hat die möglichen Unfallrisiken zu bedenken.

2.6.2 Jeder Modellflugpilot beachtet die Modellflugsicherheitsbestimmungen und startet sein Modellflugzeug nur wenn:
- die Flugvorbereitung (korrekter Zusammenbau) von Modellflugzeugen, Flugkörper und andere Fluggeräten durchgeführt ist;
- der Modellflugpilot mit dem Fluggelände vertraut ist;
- keine Hindernisse (Menschen, Tiere, Sachen) auf der Flugpiste sind;
- das Funkleitsystem (Sender und Empfänger) in einwandfreiem Zustand ist;
- die zu benützende Fernsteuerfrequenz keinen Mitbenutzer stören kann;
- die Vorflugkontrolle (Run up) des Modellflugzeugs, Flugkörper und andere Fluggeräten durchgeführt ist;
- der Reichweite-Test mittels Funkleitsystem durchgeführt worden ist;
- die Akkus ausreichend geladen sind;
- kein Startverbot für die betreffenden Modellflugzeuge, Flugkörper und anderen Fluggeräte besteht;
- eine ausreichende Haftpflichtversicherung abgeschlossen ist.

2.6.3 Für die Bestimmung der Start- und Landerichtung muss die Windrichtung beachtet werden, und wenn immer möglich ist der Windsack aufzuziehen, besonders bei Einführungsflügen.

2.6.4 Jeder Modellflugpilot ist für seine modellfliegerischen Aktivitäten voll verantwortlich.

2.7 Flugmanöver

2.7.1 Allfällige Luftraumvorschriften und temporäre Auflagen vom Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) sind unbedingt zu beachten.

2.7.2 Die von der Skyguide Flugsicherung vorgeschriebene Flughöhe darf nicht überschritten werden.

2.7.3 Starts und Landungen dürfen ausschliesslich nur auf der verfügbaren Start- und Landepiste ausgeführt werden, es sei denn, der Vorstand trifft andere Vorkehren. Tiefflüge über der Piste unter 10 Metern müssen vorher laut und deutlich angemeldet werden.

2.7.4 Mit Modellflugzeugen, Fluggeräten und anderen Flugkörper darf in keinem Fall über Personen geflogen werden.

2.7.5 Der Luftraum ist vom Modellflugpiloten stets zu überwachen, wenn weitere Modellflugzeuge, Flugkörper und andere Fluggeräte in der Luft sind.

2.7.6 Jeder Modellflugpilot meldet laut und deutlich eine einzuleitende Landung an.

2.7.7 Der Modellflugpilot darf mit seinem Modellflugzeug, Flugkörper und anderem Fluggerät die Sicherheit Dritter nicht gefährden.

2.7.8 Zum Modellflugzeug, Flugkörper und seinen anderen Fluggeräten, welche er steuert, muss der Modellflugpilot stets direkten Augenkontakt haben.

2.8 Bergung im Kulturland

2.8.1 Die Bergung von Modellflugzeugen, Flugkörper oder anderen Fluggeräten und allenfalls verstreuter Teile oder Schleppseile etc. muss restlos aus dem Kulturland entfernt werden.

2.8.2 Sind wegen Modellflugzeugen, Flugkörper oder anderen Fluggeräten Kulturschäden entstanden, so ist unverzüglich der Vorstand darüber zu informieren.

2.9 Schnupperflüge

2.9.1 Interessenten dürfen ein bis zweimal Schnupperflüge durchführen, bevor sie sich zur Aufnahme in die MGZ bewerben. Sie müssen unbedingt mit speziellem Formular beim AeCS zwecks Versicherung gemeldet werden.

3. Lärmschutz

3.1 Massnahmen

3.1.1 Jedes Modellflugzeug, Fluggerät und andere Flugkörper, welches auf dem Modellflugplatz geflogen wird, muss den Vorschriften des AeCS / SMV [REM] (Richtlinien für den Einsatz von Flugmodellen und der Betrieb von Modellflugplätzen) und den örtlichen Lärmschutzbestimmungen entsprechen.

3.1.2 Um den Lärmpegel im verträglichen Rahmen zu halten dürfen nicht mehr als 3 Modellflugzeuge, Flugkörper oder andere Fluggeräte mit Verbrennungsmotor oder Turbinenantrieb gleichzeitig den verfügbaren Modellflug-Luftraum benützen.

3.1.3 Schallpegelmessungen sind periodisch durchzuführen und durch Fachleute gemäss REM ausführen zu lassen.

3.1.4 Der Vorstand kann jederzeit Schallpegelmessungen anordnen und die Mitglieder dazu auffordern, ihre Modellflugzeuge Fluggeräte und Flugkörper bezüglich Geräuschemissionen prüfen zu lassen.

3.1.5 Lärmschutzbeanstandungen aufgrund von Messprotokollen, müssen in nützlicher Frist behoben werden.

3.1.6 Mitglieder, die dem Aufgebot zur Schallpegelmessung keine Folge leisten oder ihre Modellflugzeuge Fluggeräte und Flugkörper nicht vorschriftsgemäss anpassen, erhalten Flugverbot für das betreffende Modellflugzeug, Fluggerät oder Flugkörper.
 

4. Schlussbestimmungen

4.1 Mobilien und Gruppenmaterial

4.1.1 Die für den Rasenmähdienst aufgebotenen Personen sind für alle Wartungsarbeiten im Zusammenhang mit dem Rasenmäherfahrzeug besorgt.

4.1.2 Das Rasenmäherfahrzeug ist jeweils vollbetankt an seinem Standort zu deponieren und es ist dafür zu sorgen, dass immer genügend Reservetreibstoff vorhanden ist.

4.1.3 Es sind alle Behältnisse in und um das Modellfluggelände abzuschliessen und die Schlüssel ordnungsgemäss zu deponieren.

4.2 Versicherung

4.2.1 Der Versicherungsschutz für Modellflugzeuge, Flugkörper oder anderen Fluggeräten gilt zwischen 0,5 kg und 30 kg.

4.2.2 Für Personen, welche keine AeCS-Haftpflichtversicherung haben, muss eine andere Haftpflichtversicherung für das steuern von RC-Modellflugzeugen mit einer Garantiedeckung von mindestens 1 Million Franken abgeschlossen sein.

4.2.3 Jedes Vorstandsmitglied ist befugt bei unbekannten Personen den Versicherungsnachweis auf dem Modellflugplatz zu verlangen.

4.2.4 Die MGZ lehnt jede Art von Haftung ausdrücklich ab.

4.3 Drittpersonen

4.3.1 Allfällige Gespräche mit Drittpersonen, sind immer korrekt, sachlich und freundlich zu führen und Zuschauer werden auf Risiken aufmerksam gemacht.

4.4 Rechtliche Konsequenzen

4.4.1 Werden die Rechtsgrundlagen und Bestimmungen nicht eingehalten oder nicht beachtet, muss mit dem Ausschluss aus der MGZ gemäss Art. 9, Abs. 3 der Statuten, und falls es die Sachlage erfordert, mit rechtlichen Konsequenzen gerechnet werden.

4.5 Gültigkeit

4.5.1 Dieses Modellflugplatzreglement tritt aufgrund des Beschlusses der Vorstandssitzung vom 28. Januar 2015 in Kraft und ersetzt alle bisherigen und diesbezüglich erlassenen Bestimmungen und Reglemente.

Der Präsident: Oskar Ledergerber
Der Aktuar: Walter Heer